Zum Inhalt

Verantwortung

Verantwortung

Es ist doch sehr spannend zu beobachten, wie wir Verantwortung leben, bzw. unseren Kindern lehren, sie zu übernehmen.

Was bedeutet Verantwortung?

Zum einen eine Aufgabe zu übernehmen. Darauf zu achten, dass alles getan wird, dass innerhalb dieser Aufgabe kein Schaden entsteht. Und zum anderen, dass, wenn ein Schaden entsteht, dafür eingestanden gehört.

Sehen wir uns die Sache mit der Verantwortung nun genauer an.

Schon als Kleinkind wird uns eingetrichtert, dass die Tischkante böse oder zumindest schuld ist, wenn wir uns daran stoßen. Warum ist das so? Warum wird uns erzählt, dass irgendetwas oder irgendjemand anders an unserem Schmerz schuld ist? Sprüche wie „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ oder „Bis du heiratest ist’s wieder gut“ kennen wir. Was da passiert ist aber etwas darüberlegen oder ein Muster einschleichen.

Wie geht es uns als „Erwachsener“ damit? Machen wir andere Menschen für unsere Lebensumstände verantwortlich? Angefangen bei den eigenen Eltern, die uns irgendetwas gelehrt oder nicht gelehrt haben? Weiter geht’s mit den Lehrern, Freunden, Chefs, Kollegen, Partnern… Natürlich ist es einfacher im Glauben zu bleiben, dass Andere für mein Glück oder Unglück verantwortlich sind. Das impliziert, dass ich selbst überhaupt nichts mit der Situation zu tun habe. Und aus dieser Sicht ist die logische Schlussfolgerung nichts verändern zu können.

Feststecken in dem Rad, dass das Leben halt mal so ist. Was soll man denn tun? Das war schon immer so und wird immer so bleiben. Naja, wenn die anderen nichts verändern… Wie leicht geben wir doch die Verantwortung für unser Leben ab. Andere dürfen über uns entscheiden. Welchen Job wir machen, wieviel Geld wir verdienen, in welchem Haus wir wohnen. Welche Meinung wir haben. Wie wir gekleidet sein sollten. Wie unsere Frisur sein sollte. Welches Auto vor der Tür parken sollte. Wie wir unsere Kinder erziehen sollten. Davor noch, wie wir sie gebären sollten. Danach, welche Schule die richtige ist. Und davon gibt es unendliche Beispiele.

Sehr interessant. Aber logisch. Dies alles wurde uns auch vorgelebt. Von unseren Eltern, Großeltern, den Personen, die in unserem Leben wichtig waren. Wir wurden durch Aussagen, Medien, Meinungen anderer Menschen geprägt. In den meisten Fällen ist es uns nicht einmal bewusst, dass die Meinung, die wir haben gar nicht die eigene ist. Wir kommen gar nicht auf die Idee, dass diese Meinung nicht die eigene sein könnte. Weil wir gar nicht darüber nachdenken. Wir leben unser Leben. Merken nicht, dass wir eigentlich getrieben sind von all den Forderungen, eigentlich entsprechen zu sollen. Und ja, es scheint natürlich unmöglich aus diesem Rad auszusteigen. Aber was, wenn es möglich ist?

Wie würde es sich anfühlen selbst die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen? Daran zu glauben, dass alles möglich ist. Dass wir nicht in denselben alten Beziehungs- und Erziehungsstrukturen festhängen müssen wie unsere Vorfahren davor. Aber wie ist es möglich etwas zu verändern?

Indem wir Verantwortung übernehmen!

Indem wir uns bewusst machen, dass wir selbst es sind, die Entscheidungen treffen dürfen, können, sollen und sogar müssen. Das Schwierige daran ist natürlich, dass wir nicht wissen welche Entscheidungen die Richtigen sind. Aber wer weiß das schon? Und sicher, es braucht Unterscheidungskraft. Dazu ist es wichtig in der eigenen Mitte zu sein. Wie können wir das aber wenn wir uns ständig am Außen orientieren? An den Eltern, Lehrern, Kollegen, usw. Um zu wissen, was ICH eigentlich will braucht es Innenschau, Ruhe, Stille. Damit die Innere Stimme hörbar wird. Es braucht Geduld. Denn nichts, was jahrelang unterdrückt oder gar nicht gehört werde will, kommt plötzlich wieder zurück. Es braucht unendlich viel Mut! Denn es ist nicht leicht die Dinge plötzlich anders zu machen. Zu sich und zu seinen Entscheidungen zu stehen. All den Vorwürfen des Außen in Liebe gegenüberzustehen und zu sagen: „Ich mache das ab jetzt so.“
Aber wenn dieser Schritt geschafft wird, immer und immer wieder, dann beginnt sich etwas zu verändern. Verantwortung übernehmen bedeutet erwachsen werden. Nicht einfach auf Grund des Alters, sondern auf Grund der inneren Reife.

Wie macht sich das bemerkbar? Indem ich mit mir und auch mit anderen in Liebe sein kann. Ohne Resignation und ohne „ich will aber, dass…“.

Wenn du teilen möchtest, wie du zum Thema Verantwortung stehst, dann schreibe eine E-Mail. Entweder über das Kontaktformular oder unter info@seelenplan-akademie.at.