Emotionale Achterbahn

Emotionale Achterbahn

Manches Mal fühle ich mich wie hin und her gerissen. Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. Immer und immer wieder begegne ich diesen Phasen in meinem Leben. Meine persönliche Erkenntnis mit den „zu Tode betrübt“ Phasen? Himmelhochjauchzend beachten wir kaum, weil sie als selbstverständlich angesehen werden. Also, so tun, als wäre sie nicht da. Bei der Frage, wie geht es dir? Einfach mit, alles gut, antworten. Wunderbar, im ersten Moment. Aber trotzdem fühle ich mich nicht besser. Warum? Verdränge ich etwas?
 
Oder, ausagieren. Einfach alle anderen für meine Situation verantwortlich machen. Super, alle Emotionen dürfen raus. Ich kann mich voll auslassen. Aber noch immer fühle ich mich nicht besser. Andere sind verletzt, weil ich mir Luft gemacht habe. Ich selbst fühle mich dadurch einsam. Ein schlechtes Gewissen plagt mich.
 
Mit diesen Phasen bin ich vermutlich nicht alleine. Was mir hilft? Zum einen, dass es nur Phasen sind. Auf eine nicht so freudvolle Phase folgt immer wieder eine Gute. Zum anderen, dass die Phasen sich verkürzen. Wenn ich in die Beobachtung gehe. Ah ja, ich fühle mich gerade wütend, traurig, ängstlich. Ohne den vermeintlichen Grund dafür anzuhängen. Ich habe für mich erkannt, der Gedanke an den Grund, verstärkt meine Emotion. Ganz egal, welcher es ist. Meine persönliche Dramaqueen kommt auf die Bühne. Und, sie macht ein Drama aus der Situation. Im wahrsten Sinne des Wortes. Alles wird aufgebauscht, verstärkt.
 
Was passiert? Ich fühle mich immer mehr wie früher. Als ich noch Kind war. Ich fühle mich wie ein Kind. Ich sehne mich nach Geborgenheit, Schutz und Liebe. Genau das, kann ich aber gleichzeitig kaum annehmen. Dadurch fühle ich mich abgelehnt. Abgelehnt von mir selbst. Ein Teufelskreis. Dann die Erkenntnis. Hallo Dramaqueen!
 
Es folgt die nächste Phase. Beobachtung schafft Achtsamkeit. Achtsamkeit für den Augenblick. Dadurch wird der bewusste Ausstieg aus dem Drama möglich. Ich erkenne schneller, dass die Dramaqueen zum Einsatz kommt, komme schneller in die reine Beobachtung. Nur wahrnehmen, was gerade ist – genau jetzt. Ohne Bewertung. Was ändert sich? Die Dramaqueen zieht sich zurück. Wird vergessen. Bis…
 
Bis sie wieder von jemand Anders gespiegelt wird. Warum triggert mich die Dramaqueen von Anderen? Warum lehne ich sie ab? Sie ist in ein Schattendasein gewandert, ich habe sie einfach vergessen. Sie hat mir zu einem früheren Zeitpunkt geholfen. Durch sie, wurde ich, als Kind, gesehen. Jetzt werde ich auch ohne sie gesehen. Ich bin ihr dankbar. Sie hat mir gute Dienste geleistet. Ich kann sie jetzt verabschieden.
 
Spannend was sich im Außen verändert. Die Spiegel zur Dramaqueen verschwinden. Beziehungsweise, sie lösen nichts mehr in mir aus. Der Trigger dazu fällt weg. Interessant!

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